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Liebe Leserinnen und Leser,
seltene Erkrankungen stellen die Medizin weiterhin vor große Herausforderungen: Diagnosen werden häufig spät gestellt, wirksame Therapien fehlen. Biomedizinische Translation kann hier einen entscheidenden Unterschied machen, indem sie Forschung und klinische Anwendung enger verbindet und neue Erkenntnisse schneller zu den Patient*innen bringt. Am BIH arbeiten Forschende gemeinsam mit Partner*innen daran, Diagnosen zu beschleunigen, innovative Therapien zu entwickeln und Präzisionsmedizin stärker in die Versorgung zu bringen. Programme wie das nationale Translationale Tandem-Programm für gen- und zellbasierte Therapien (nTTP-GCT) zeigen zudem, wie wichtig die Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs für diesen Fortschritt ist. In diesem Newsletter geben wir Einblicke in aktuelle Projekte und Programme und sprechen mit Expert*innen über neue Therapieansätze. Weiterhin blicken wir zurück auf die Eröffnung der BIH-Wanderausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ in Warschau sowie auf die Ausstellung „Versäumte Bilder – Missed Images“, die aktuell im Rahel Hirsch Center dazu einlädt, herausragende Ärztinnen und Forscherinnen sichtbar zu machen, deren wissenschaftliche Beiträge lange Zeit übersehen wurden.
Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihr BIH-Newsletter-Team
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© Einstein Stiftung Berlin I Pablo Castagnola
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Sie wollen Krankheiten erkennen und behandeln, bevor Symptome entstehen: Im Einstein Center for Early Disease Interception bündeln Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Max Delbrück Center, des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und der Technischen Universität Berlin zusammen mit weiteren Berliner Partnern ihre Expertise, um Prävention neu zu denken. Institutionenübergreifend nutzen sie neueste Technologien, um künftig die Entstehung von Krankheiten verhindern zu können. Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung nimmt das neue Einstein-Zentrum nun seine Arbeit auf. Zur Partner-Pressemitteilung
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© TeeFarm/Felix auf Pixabay
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Seltene Erkrankungen gelten noch immer als „Waisen der Medizin“ – oft spät erkannt, unzureichend erforscht und schwer behandelbar. Doch neue datengetriebene, genomische und partizipative Ansätze versprechen einen Paradigmenwechsel. Von nationalen Registern über KI-gestützte Diagnostik bis hin zu patientenentwickelten Apps und hochauflösender 3D-Gewebeanalyse arbeiten Forschende am BIH gemeinsam mit starken Partnern daran, die Diagnose seltener Erkrankungen zu beschleunigen, Versorgungslücken zu schließen und Präzisionsmedizin in die klinische Routine zu bringen. Zur Pressemitteilung
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Dr. Johannes Hartl, Leiter der gemeinsamen Arbeitsgruppe „Systembiologie und Systemmedizin des Stoffwechsels“ des BIH und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, hat den VAAM-Forschungspreis 2026 erhalten. Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) würdigt damit seine Arbeiten zum Zusammenspiel von Genetik, Umwelt und Stoffwechsel bei Mikroorganismen. Die Preisverleihung fand am 22. März 2026 in Berlin statt. Zur Pressemitteilung der VAAM
Mehr erfahren
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Neues aus der BIH Biomedical Innovation Academy (BIA)
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links (Dr. Lucie Loyal) © BIH | Thomas Rafalzyk und rechts (Dr. Shady Sayed) © privat
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Frühe Karriereförderung mit Wirkung: Zwei nTTP-GCT-Fellows zeigen, wie Translation gelingt
Erfolgreiche Publikationen und Anschlussförderungen gelten als zentrale Schritte in der wissenschaftlichen Laufbahn. Zwei Fellows des nationalen Translationalen Tandemprogramms für gen- und zellbasierte Therapien (nTTP-GCT) haben innerhalb ihres ersten Förderjahres genau das erreicht: Dr. Lucie Loyal, die am BIH als Translational Scientist forscht, stellt in diesem Beitrag ihre Forschung und wissenschaftlichen Ziele für ihre gerade erhaltene Förderung durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) vor, die auf ihrem nTTP-GCT-Projekt aufbauen. Dr. Shady Sayed von der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus Dresden spricht in einem Interview über seine Erfolge und weiteren Karrierepläne. Erfahren Sie hier, welche Forschungsfragen den Translational Scientist antreiben, welche Entscheidungen für ihn prägend waren und welche Rolle das nTTP-GCT dabei gespielt hat.
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Neues aus der AG Hägerling
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Auszeichnung für bestes Poster an Rose Behncke
Rose Behncke aus der AG Lymphovaskuläre Medizin (René Hägerling) wurde Anfang März auf der Gordon Research Conference Lymphatics mit dem Preis für das beste Poster ausgezeichnet. Die Lymphatics GRC ist eine international renommierte wissenschaftliche Konferenz zur Biologie der Lymphgefäße und zu Erkrankungen des lymphatischen Systems. Dort werden innovative und vielfach noch unveröffentlichte Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert. In ihrem Poster präsentierte Rose Behncke eine neue Methode der nicht-destruktiven 3D-Histopathologie auf Basis der Lightsheet-Mikroskopie. Damit lassen sich Gewebeproben dreidimensional und besonders detailreich untersuchen, ohne sie dabei zu zerstören. So kann die Architektur von Lymphgefäßen genauer sichtbar gemacht und krankheitstypische Veränderungen bei primärem Lymphödem besser erkannt werden. Wir gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung!
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Neben der klassischen Chemotherapie entwickeln Forschende innovative Behandlungsmethoden für Krebserkrankungen, die das Immunsystem der Patient*innen dabei unterstützen, den Krebs selbst zu bekämpfen. Diese sind für die Betroffenen schonender als herkömmliche Therapien. Unklar war bisher, wie genau die Kommunikation zwischen einzelnen Immunzellarten funktioniert, darunter die CD4⁺ T-Zellen, die durch Botenstoffe die Aktivierung anderer Immunzellen steuern, und CD8⁺ T-Zellen, die Krebszellen abtöten können. Wir sprachen mit Professorin Birgit Sawitzki über die neue Forschungsarbeit, in der ihr Team entschlüsselt, wie diese Zellen bei der Reaktion auf das Lungenadenokarzinom zusammenarbeiten. Zum Interview
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Der Tag der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar rückt Millionen Menschen in den Mittelpunkt, für die es bislang oft weder eine gesicherte Diagnose noch wirksame Therapien gibt. Am BIH wird deshalb gezielt an der Schnittstelle von Forschung und Versorgung gearbeitet: neue Diagnoseansätze und innovative Therapien – darunter auch gen- und zellbasierte Verfahren – sollen schneller bei den Patientinnen und Patienten ankommen. Im Interview erläutert Professor Christopher Baum, Vorsitzender des Direktoriums des BIH und Vorstand Translationsforschungsbereich der Charité, wie diese Ansätze zusammenwirken, welche Rolle die Nationale Strategie für gen- und zellbasierte Therapien spielt und warum die Perspektive der Patientinnen und Patienten dabei unverzichtbar ist. Zum Interview
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© BIH | Katharina Kalhoff
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Die Ausstellung „ Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ des BIH ist weiter auf Tour und seit dem 10. März in Berlins polnischer Partnerstadt Warschau zu sehen. Sie wird zeitgleich am Goethe-Institut Warschau und an der Universität Warschau, am Institut für Sozialprävention und Resozialisierung (IPSiR), gezeigt. Bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung am 10. März am IPSiR der Universität Warschau gab es wertvollen Input zum Thema Frauen in der Wissenschaft aus Deutschland und Polen. Karin Höhne, Leiterin der Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität am BIH, stellte die Ausstellung vor und gab einen kurzen Einblick in ihre Entstehung. Den inhaltlichen Höhepunkt des Nachmittags bildete eine lebhafte Diskussion unter dem Titel „Arbeiten in der Wissenschaft – Perspektiven von Frauen“, bei der Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichsten Fachgebieten ihre Erfahrungen austauschten und über Chancen, Herausforderungen und notwendige Veränderungen in der akademischen Arbeitswelt sprachen. Mehr erfahren und zur Bildergalerie
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Mit einer Begrüßung durch Professor Christopher Baum, Vorsitzender des BIH-Direktoriums und Vorstand des Translationsforschungsbereichs der Charité, wurde Ende Februar die Ausstellung „ Versäumte Bilder“ im Rahel Hirsch Center for Translational Medicine eröffnet. Das gemeinsame Projekt von Charité und BIH macht herausragende Ärztinnen und Forscherinnen sichtbar, deren wissenschaftliche Beiträge lange Zeit übersehen wurden. Mithilfe KI-generierter Bilder der Künstlerin Gesine Born (Bilderinstitut) rückt die Ausstellung ihre Leistungen und Geschichten in den Mittelpunkt – und lädt ein, über Sichtbarkeit, Erinnerung und Chancengleichheit in der Wissenschaft nachzudenken. Noch bis Donnerstag, den 26. März ist die Ausstellung im Rahel Hirsch Center (Luisenstr. 65, 10117 Berlin) montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr zu sehen. Danach kann sie für weitere vier Wochen im Foyer des CharitéCrossOver (Virchowweg 6, 10117 Berlin) besucht werden. Ausstellungssprache ist Deutsch (Englisch per QR-Code).
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Alle BIH Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. Wer regelmäßig einen Überblick über anstehende BIH-Veranstaltungen erhalten möchte, meldet sich bitte hier an. Vielen Dank.
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Ausgewählte Presse-Beiträge
Aus Urheberrechtsgründen dürfen wir nur auf Onlineartikel verweisen.
JuraForum, 24.2.2026: DFG-Förderung für integrierte Datenanalyseplattform „SRPtn“MedLabPortal, 25.2.2026: One Health: BIH treibt Diagnostik und Therapie seltener Erkrankungen mit neuen Ansätzen voranJuraForum (auch: HealthCapital), 25.2.2026: Wie biomedizinische Translation eine bessere Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen ermöglichen kannMonitor Versorgungsforschung, 26.2.2026: Von der Theorie in die Praxis: Förderung von Zukunftsprojekten im Bereich gen- und zellbasierter Therapien in ganz DeutschlandDie Rheinpfalz Online, 27.2.2026: 10 Fakten, die Sie über die Zeitumstellung wissen müssenmgo Medizin, 27.2.2026: Einstein Stiftung fördert 11 Projekte: Quanten & MedizinGelbe Liste Online, 4.3.2026: Nationales Gen- und Zelltherapieregister für LangzeitdatenBerliner Ärzt:innen, 4.3.2026: Verdiente Sichtbarkeitaltii Online, 5.3.2026: Europas Life-Sciences-Sektor bleibt auf Wachstumskurs – Deutschland etabliert sich als einer der dynamischsten MärkteHeise Online, 8.3.2026: Petra‑AI: KI soll Frauen in der Perimenopause unterstützenJuraForum, 18.3.2026: Neues Forschungsprojekt ePAMedix gestartet: Digitale Lösung für komplexe MedikationHealthCapital, 18.3.2026: Ein neues Investival für Life Sciences und KI startet in BerlinHealthCapital, 18.3.2026: NeuroTech Open Innovation Hub – Der schnelle Weg für NeuroTech-Innovationen in die AnwendungStartingUp, 23.3.2026: Der Code des Lebens: Wie die Longevity-Branche 2026 den Health-Markt erobertAktuell24.ch, 23.3.2026: VAAM-Forschungspreis 2026 an Johannes Hartl: Wie Mikroben ihre Fitness anpassenAktuell24.ch, 23.3.2026: Einstein Center for Early Disease Interception eröffnetHealth&Care Management Online, 23.3.2026: Forschungsprojekt bringt Struktur in die ePAJuraForum, 23.3.2026: Einstein Center for Early Disease Interception eröffnetJuraForum, 23.3.2026: VAAM-Forschungspreis 2026 an Johannes Hartl: Wie Mikroben ihre Fitness anpassen
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