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BIH at Charité Newsletter

Liebe Leserinnen und Leser,

seltene Erkrankungen stellen die Medizin weiterhin vor große Herausforderungen: Diagnosen werden häufig spät gestellt, wirksame Therapien fehlen. Biomedizinische Translation kann hier einen entscheidenden Unterschied machen, indem sie Forschung und klinische Anwendung enger verbindet und neue Erkenntnisse schneller zu den Patient*innen bringt. Am BIH arbeiten Forschende gemeinsam mit Partner*innen daran, Diagnosen zu beschleunigen, innovative Therapien zu entwickeln und Präzisionsmedizin stärker in die Versorgung zu bringen. Programme wie das nationale Translationale Tandem-Programm für gen- und zellbasierte Therapien (nTTP-GCT) zeigen zudem, wie wichtig die Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs für diesen Fortschritt ist. In diesem Newsletter geben wir Einblicke in aktuelle Projekte und Programme und sprechen mit Expert*innen über neue Therapieansätze. Weiterhin blicken wir zurück auf die Eröffnung der BIH-Wanderausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ in Warschau sowie auf die Ausstellung „Versäumte Bilder – Missed Images“, die aktuell im Rahel Hirsch Center dazu einlädt, herausragende Ärztinnen und Forscherinnen sichtbar zu machen, deren wissenschaftliche Beiträge lange Zeit übersehen wurden.

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Ihr BIH-Newsletter-Team
Aus Forschung wird Gesundheit.

Neues aus dem BIH

30 und 60 Tage alte Hirn-Organoide in der Petrischale
© Einstein Stiftung Berlin I Pablo Castagnola

Einstein Center for Early Disease Interception eröffnet: Forschungsverbund will Prävention neu denken

Sie wollen Krankheiten erkennen und behandeln, bevor Symptome entstehen: Im Einstein Center for Early Disease Interception bündeln Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Max Delbrück Center, des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und der Technischen Universität Berlin zusammen mit weiteren Berliner Partnern ihre Expertise, um Prävention neu zu denken. Institutionenübergreifend nutzen sie neueste Technologien, um künftig die Entstehung von Krankheiten verhindern zu können. Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung nimmt das neue Einstein-Zentrum nun seine Arbeit auf.

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Das Zebra ist das weltweite Symbol für den Tag der Seltenen Erkrankungen, der seit dem Jahr 2008 am 28. bzw. 29. Februar begangen wird. Es bezieht sich auf eine alte Faustregel in der Medizin, die von Prof. Theodore Woodward geprägt wurde: "Wenn du Hufgetrappel hörst, denke an Pferde, nicht an Zebras". Man solle demnach bei Symptomen zuerst an häufige Ursachen (Pferde) denken und nicht seltene Erkrankungen (Zebras) vermuten. Dies sollte der effizienten Diagnosefindung dienen. Bei seltenen Erkrankungen sind es jedoch oft die "Zebras", die dadurch übersehen werden.
© TeeFarm/Felix auf Pixabay

Wie biomedizinische Translation eine bessere Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen ermöglichen kann

Seltene Erkrankungen gelten noch immer als „Waisen der Medizin“ – oft spät erkannt, unzureichend erforscht und schwer behandelbar. Doch neue datengetriebene, genomische und partizipative Ansätze versprechen einen Paradigmenwechsel. Von nationalen Registern über KI-gestützte Diagnostik bis hin zu patientenentwickelten Apps und hochauflösender 3D-Gewebeanalyse arbeiten Forschende am BIH gemeinsam mit starken Partnern daran, die Diagnose seltener Erkrankungen zu beschleunigen, Versorgungslücken zu schließen und Präzisionsmedizin in die klinische Routine zu bringen.

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Auszeichnungen

Dr. Johannes Hartl und VAAM-Präsidentin Prof. Nicole Frankenberg-Dinkel
© Störiko/VAAM

VAAM-Forschungspreis 2026
für Johannes Hartl

Dr. Johannes Hartl, Leiter der gemeinsamen Arbeitsgruppe „Systembiologie und Systemmedizin des Stoffwechsels“ des BIH und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, hat den VAAM-Forschungspreis 2026 erhalten. Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) würdigt damit seine Arbeiten zum Zusammenspiel von Genetik, Umwelt und Stoffwechsel bei Mikroorganismen. Die Preisverleihung fand am 22. März 2026 in Berlin statt.

Zur Pressemitteilung der VAAM
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Neues aus der BIH Biomedical Innovation Academy (BIA)

Collage von Porträts der neuen Kohorte des nTTP-GCT-Personenförderprogramms
 

Zweite Kohorte des nTTP-GCT-Personenförderprogramms gestartet

Das nationale Translationale Tandem-Programm für gen- und zellbasierte Therapien (nTTP-GCT) wurde von der BIH Biomedical Innovation Academy (BIA) als eine Maßnahme der Nationalen Strategie für Gen- und zellbasierte Therapien (GCT) konzipiert und implementiert. Zum 1. März 2026 startete die zweite Kohorte von Geförderten und die BIA unterstützt damit in den nächsten zwei Jahren sechs weitere Tandems aus je einer/m Junior Clinician Scientist und einer/m Translational Scientist darin, ihre gemeinsamen GCT-Forschungsprojekte sowie ihre Karrieren voranzubringen. Die neuen Geförderten kommen aus Tübingen, Heidelberg, Greifswald, Hannover und Berlin und erhalten programmseitig Unterstützung durch vertraglich gesicherte Forschungszeit, Reise- und Sachmittel sowie durch maßgeschneiderte Fort- und Weiterbildungsangebote. Herzlich Willkommen im GCT-Personenförderprogramm!

Überblick der Geförderten
 
Porträts Lucie Loyal (links) und Dr. Shady Sayed
links (Dr. Lucie Loyal) © BIH | Thomas Rafalzyk und rechts (Dr. Shady Sayed) © privat

Frühe Karriereförderung mit Wirkung: Zwei nTTP-GCT-Fellows zeigen, wie Translation gelingt

Erfolgreiche Publikationen und Anschlussförderungen gelten als zentrale Schritte in der wissenschaftlichen Laufbahn. Zwei Fellows des nationalen Translationalen Tandemprogramms für gen- und zellbasierte Therapien (nTTP-GCT) haben innerhalb ihres ersten Förderjahres genau das erreicht:

Dr. Lucie Loyal, die am BIH als Translational Scientist forscht, stellt in diesem Beitrag ihre Forschung und wissenschaftlichen Ziele für ihre gerade erhaltene Förderung durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) vor, die auf ihrem nTTP-GCT-Projekt aufbauen.

Dr. Shady Sayed von der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus Dresden spricht in einem Interview über seine Erfolge und weiteren Karrierepläne. Erfahren Sie hier, welche Forschungsfragen den Translational Scientist antreiben, welche Entscheidungen für ihn prägend waren und welche Rolle das nTTP-GCT dabei gespielt hat.
 

Neues aus der AG Hägerling

Rose Behncke hält ihre Auszeichnungsurkunde in der Hand. Sie lächelt. Sie steht
© privat

Auszeichnung für bestes Poster an Rose Behncke

Rose Behncke aus der AG Lymphovaskuläre Medizin (René Hägerling) wurde Anfang März auf der Gordon Research Conference Lymphatics mit dem Preis für das beste Poster ausgezeichnet. Die Lymphatics GRC ist eine international renommierte wissenschaftliche Konferenz zur Biologie der Lymphgefäße und zu Erkrankungen des lymphatischen Systems. Dort werden innovative und vielfach noch unveröffentlichte Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert. In ihrem Poster präsentierte Rose Behncke eine neue Methode der nicht-destruktiven 3D-Histopathologie auf Basis der Lightsheet-Mikroskopie. Damit lassen sich Gewebeproben dreidimensional und besonders detailreich untersuchen, ohne sie dabei zu zerstören. So kann die Architektur von Lymphgefäßen genauer sichtbar gemacht und krankheitstypische Veränderungen bei primärem Lymphödem besser erkannt werden. Wir gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung!
 

Fünf Fragen an ...

Porträt Birgit Sawitzki
© BIH | Thomas Rafalzyk

Birgit Sawitzki über neue Erkenntnisse über die Zellkommunikation bei der Immunantwort auf Krebs

Neben der klassischen Chemotherapie entwickeln Forschende innovative Behandlungsmethoden für Krebserkrankungen, die das Immunsystem der Patient*innen dabei unterstützen, den Krebs selbst zu bekämpfen. Diese sind für die Betroffenen schonender als herkömmliche Therapien. Unklar war bisher, wie genau die Kommunikation zwischen einzelnen Immunzellarten funktioniert, darunter die CD4⁺ T-Zellen, die durch Botenstoffe die Aktivierung anderer Immunzellen steuern, und CD8⁺ T-Zellen, die Krebszellen abtöten können. Wir sprachen mit Professorin Birgit Sawitzki über die neue Forschungsarbeit, in der ihr Team entschlüsselt, wie diese Zellen bei der Reaktion auf das Lungenadenokarzinom zusammenarbeiten.

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Zur Publikation
Porträt Christopher Baum
© BIH | Thomas Rafalzyk

Christopher Baum über neue Perspektiven durch biomedizinische Translation sowie gen- und zellbasierte Therapien

Der Tag der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar rückt Millionen Menschen in den Mittelpunkt, für die es bislang oft weder eine gesicherte Diagnose noch wirksame Therapien gibt. Am BIH wird deshalb gezielt an der Schnittstelle von Forschung und Versorgung gearbeitet: neue Diagnoseansätze und innovative Therapien – darunter auch gen- und zellbasierte Verfahren – sollen schneller bei den Patientinnen und Patienten ankommen. Im Interview erläutert Professor Christopher Baum, Vorsitzender des Direktoriums des BIH und Vorstand Translationsforschungsbereich der Charité, wie diese Ansätze zusammenwirken, welche Rolle die Nationale Strategie für gen- und zellbasierte Therapien spielt und warum die Perspektive der Patientinnen und Patienten dabei unverzichtbar ist.

Zum Interview
 

Veranstaltungsrückblick

Die Ausstellung begeistert seit März 2026 auch in Warschau.
© BIH | Katharina Kalhoff

BIH-Ausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ in Warschau

Die Ausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ des BIH ist weiter auf Tour und seit dem 10. März in Berlins polnischer Partnerstadt Warschau zu sehen. Sie wird zeitgleich am Goethe-Institut Warschau und an der Universität Warschau, am Institut für Sozialprävention und Resozialisierung (IPSiR), gezeigt. Bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung am 10. März am IPSiR der Universität Warschau gab es wertvollen Input zum Thema Frauen in der Wissenschaft aus Deutschland und Polen. Karin Höhne, Leiterin der Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität am BIH, stellte die Ausstellung vor und gab einen kurzen Einblick in ihre Entstehung. Den inhaltlichen Höhepunkt des Nachmittags bildete eine lebhafte Diskussion unter dem Titel „Arbeiten in der Wissenschaft – Perspektiven von Frauen“, bei der Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichsten Fachgebieten ihre Erfahrungen austauschten und über Chancen, Herausforderungen und notwendige Veränderungen in der akademischen Arbeitswelt sprachen.

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Gruppenbild
© BIH

Neue Ausstellung „Versäumte Bilder – Missed Images“

Mit einer Begrüßung durch Professor Christopher Baum, Vorsitzender des BIH-Direktoriums und Vorstand des Translationsforschungsbereichs der Charité, wurde Ende Februar die Ausstellung  „Versäumte Bilder“ im Rahel Hirsch Center for Translational Medicine eröffnet. Das gemeinsame Projekt von  Charité und BIH  macht herausragende Ärztinnen und Forscherinnen sichtbar, deren wissenschaftliche Beiträge lange Zeit übersehen wurden. Mithilfe KI-generierter Bilder der Künstlerin Gesine Born (Bilderinstitut) rückt die Ausstellung ihre Leistungen und Geschichten in den Mittelpunkt – und lädt ein, über Sichtbarkeit, Erinnerung und Chancengleichheit in der Wissenschaft nachzudenken. Noch bis Donnerstag, den 26. März ist die Ausstellung im Rahel Hirsch Center (Luisenstr. 65, 10117 Berlin) montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr zu sehen. Danach kann sie für weitere vier Wochen im Foyer des CharitéCrossOver (Virchowweg 6, 10117 Berlin) besucht werden. Ausstellungssprache ist Deutsch (Englisch per QR-Code).
 
Alle BIH Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. Wer regelmäßig einen Überblick über anstehende BIH-Veranstaltungen erhalten möchte, meldet sich bitte hier an.
Vielen Dank.

Das BIH in der Presse

Zeitungsstapel
 

Ausgewählte Presse-Beiträge

Aus Urheberrechtsgründen dürfen wir nur auf Onlineartikel verweisen.

JuraForum, 24.2.2026: DFG-Förderung für integrierte Datenanalyseplattform „SRPtn“

MedLabPortal, 25.2.2026: One Health: BIH treibt Diagnostik und Therapie seltener Erkrankungen mit neuen Ansätzen voran

JuraForum (auch: HealthCapital), 25.2.2026: Wie biomedizinische Translation eine bessere Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen ermöglichen kann

Monitor Versorgungsforschung, 26.2.2026: Von der Theorie in die Praxis: Förderung von Zukunftsprojekten im Bereich gen- und zellbasierter Therapien in ganz Deutschland

Die Rheinpfalz Online, 27.2.2026: 10 Fakten, die Sie über die Zeitumstellung wissen müssen

mgo Medizin, 27.2.2026: Einstein Stiftung fördert 11 Projekte: Quanten & Medizin

Gelbe Liste Online, 4.3.2026: Nationales Gen- und Zelltherapieregister für Langzeitdaten

Berliner Ärzt:innen, 4.3.2026: Verdiente Sichtbarkeit

altii Online, 5.3.2026: Europas Life-Sciences-Sektor bleibt auf Wachstumskurs – Deutschland etabliert sich als einer der dynamischsten Märkte

Heise Online, 8.3.2026: Petra‑AI: KI soll Frauen in der Perimenopause unterstützen

JuraForum, 18.3.2026: Neues Forschungsprojekt ePAMedix gestartet: Digitale Lösung für komplexe Medikation

HealthCapital, 18.3.2026: Ein neues Investival für Life Sciences und KI startet in Berlin

HealthCapital, 18.3.2026: NeuroTech Open Innovation Hub – Der schnelle Weg für NeuroTech-Innovationen in die Anwendung

StartingUp, 23.3.2026: Der Code des Lebens: Wie die Longevity-Branche 2026 den Health-Markt erobert

Aktuell24.ch, 23.3.2026: VAAM-Forschungspreis 2026 an Johannes Hartl: Wie Mikroben ihre Fitness anpassen

Aktuell24.ch, 23.3.2026: Einstein Center for Early Disease Interception eröffnet

Health&Care Management Online, 23.3.2026: Forschungsprojekt bringt Struktur in die ePA

JuraForum, 23.3.2026: Einstein Center for Early Disease Interception eröffnet

JuraForum, 23.3.2026: VAAM-Forschungspreis 2026 an Johannes Hartl: Wie Mikroben ihre Fitness anpassen
 
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